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«Mit viel Einfühlungsvermögen und
erzählerischer Anschaulichkeit gestaltet
Yesilöz seinen Stoff. Bald zügig und
nüchtern, bald etwas ausschweifender
entwickelt er die Handlung bis er seinen
Helden in die Ausweglosigkeit geführt
hat. Wie er das Tempo seiner Erzählung
zu variieren weiss, so moduliert Yesilöz
auch die Tonlage: In die lakonische
Sachlichkeit setzt er als Farbtupfer
teils kühn gewagte, teils symbolisch
aufgeladene Sprachbilder. Sein Mitgefühl
verteilt er derweil unter die Figuren:
Weder die der Tradition verpflichteten
Eltern noch Beytos verständnisloser
Freund werden blossgestellt. Sie alle
finden sich wieder als überforderte
Beteiligte in einem unlösbaren Konflikt.
Ihr Dilemma stellt Yesilöz anrührend und
anschaulich dar.» Roman Bucheli, Neue Zürcher
Zeitung
«Es gelingt Yesilöz die Leser in dem
Dazwischen zu fangen, in dem Beyto
selbst gefangen ist: zwischen den
eigenen Wünschen und dem Verständnis für
die anderen.» Saiten. Ostschweizer
Kulturmagazin
«Der Autor bleibt ganz nah an Beyto,
sogar Wortwahl und Tonfall der
Romansprache sind von seinem Mund
abgeschaut. Das verleiht dem Buch eine
Glaubwürdigkeit, die der Autor seinen
realen Vorbildern unter den Kindern von
Migrantenfamilien schuldet.» Anna
Wegelin,
WochenZeitung WoZ
«Migration taucht im Werk von Yusuf
Yesilöz immer wieder auf. Das hat mit
seiner Biografie zu tun. 1964 in einem
kurdischen Dorf geboren, kam er 1987 in
die Schweiz. Heute lebt er als Autor und
Journalist mit seiner Familie in
Winterthur. «Hochzeitsflug», der Titel
seines neuen Romans, lässt uns ahnen,
was den Helden bei seinem Flug in die
Heimat erwartet. Nicht nur seine
Freunde, die wiederzusehen Beyto sich
freut, sondern auch eine Verheiratung.
Die Cousine Sarah ist die
Vorausbestimmte. Was niemand weiss und
Beyto eisern verschweigt: Er ist schwul.
Die Folgen sind absehbar. Weil er sich
nicht outen kann, verliert Beyto den
Freund. Retten kann er sich nur durch
die Flucht nach England, wo er sich nach
und nach wiederfindet. Homosexualität
und Zwangsehe sind die Themen, die
Yesilöz zu einer reichen Geschichte
bündelt, deren Kern wir jedoch zu kennen
glauben.» Aargauer Zeitung
«‹Hochzeitsflug› ist ein Muss für
Reisefreudige: Man reist mit diesem Buch
in einen Familienkosmos, in dem wie in
jeder Familie ausgesprochene und
unausgesprochene Rituale gepflegt
werden. Yesilöz schreibt Kopfkino vom
Feinsten.» Tanja Kummer, Radio DRS
«Yesilöz zeigt in seinen Werken stets
beide Seiten: In einfacher, aber
bildreicher Sprache schildert er das
Eingebettetsein in der dörflichen Kultur
mit ihren Ritualen genauso wie die Nöte
solcher, die aus der Konvention
ausbrechen.» Kulturtipp
«Yesilöz schreibt
diesmal wieder in einer wunderbaren
Mischung aus Leichtigkeit und
Ernsthaftigkeit, mit Wohlwollen und
Augenzwinkern. Er schildert den
schwierigen Weg zwischen verschiedenen
Kulturen und auch verschiednen
Lebensentwürfen. - Lesenswert.»
EKZ
Bibliotheksservice
«Mit ‹Hochzeitsflug› ist dem
47jährigen Autor ein Roman gelungen, der
präzise aufzeigt, wie Homophobie und
Zwangsheirat alle Beteiligten ins
Unglück reißt. Kann der Ehrenkodex erst
überwunden werden, wenn sich (schwule)
Migranten-Söhne emanzipieren und sich
der Realität stellen wie es am Schluss
des Romans heißt? Klar ist: Es geht
nicht ohne Auseinandersetzung und Kampf.
Und es bedarf viel Mut Mut von vielen!»
queer.de |