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Synopsis
„Mit
Hungern Betonwände Lochen“ ist ein
Portrait des Kurden Cemal Miran, der wegen
seines politischen Engagement für die
Kurden neun Jahre in türkischer Haft
verbrachte. Wir lernen ihn, der aufgrund
seiner Überzeugung in den Hungerstreik
getreten ist, wobei er sich sein Leben
riskiert und schwerwiegende persönliche
Schäden in Kauf genommen hat. Mit
Hungerstreik wollten die Häftlinge, erzählt
er uns, gegen die Folterung protestieren
und ihre dramatische Lage in der Öffentlichkeit
bekannt machen
Sein
ehemaliger Haft- und Hungerstreikkollege
Recep Marasli lebt in Berlin. Der bekannte
Publizist erzählt in einer Bildsprache über
den energischen Cemal von damals und ergänzt
Cemal in Beschreibung über die Haft- und
Folterzeit.
Der
einst renommierte Rechtsanwalt Rusen
Arslan lebt seit achtzehn Jahren in
Deutschland, jetzt in Hamburg, wo er als
Kurrier des Schneideladens seiner Frau
arbeitet. Der Haftkollege von Cemal, der
zu der Zeit des Hungerstreiks selber
inhaftiert war, klärt uns über die
juristische Situation der Häftlinge auf
und wirft, anhand der Geschichte von Cemal,
einen Blick in die türkische Justiz, die
aus Studenten, Publizisten oder Rechtsanwälte
Verbrecher machte, welche heute als Flüchtlinge
im Westen ums Überleben kämpfen.
Die
Erzählungen der Dreien weisen auf eine
Realität –Folter, Hungerstreik- hin,
die in der Türkei seit über dreissig
Jahren an der Tagesordnung ist.
Die
Werkstatt, in der Cemal vormittags
arbeitet, gibt seinem Tag eine Struktur.
Hier trifft er, im Gegensatz zu seinem
sozialen Kreis, auch regelmässig
Einheimische, behinderte oder die Leitende
Personen.
Der
Dichter Ali Bicer bringt seine
Hafterlebnisse in den Gedichten und
ironischen Geschichten zur Sprache. Die
meisten seiner Texte beinhalten Haft und
vor allem die Liebe.
Die
Erlebnisse der politischen Gefangene, die
„sadistischen Sicherheitsbehörden“
ausgeliefert worden waren, nehmen im Film
einen wichtigen Platzt. Die von ihnen
erlebte Gewalt bringt sie soweit, dass
ihnen das eigene Leben nichts mehr
bedeutet. Ihre Erzählungen über damals
sind eindrücklich, wenn sie von der
Gewalt durch die Behörden und dem
Zusammenhalt der Gefangene erzählen. Sie
zeigen verschiedene Seiten des
Gefangenseins und Aspekte der Gewalt in
den türkischen Gefängnissen. Sie öffnen
eine Türe, um die Situation der damaligen
Gefangene und heutigen Flüchtlinge, zum
Teil behinderte, zu verstehen.
Sie
reflexieren auch wie verschieden die Leute
das Erlebte verarbeiten.
Im
Mittelpunkt stehen nicht die politischen
Themen selber, sondern die Betroffenen.
Die Gründe, dass man sich zu Tode
hungert, kommt anhand eines Porträt - auf
dem politischen Hintergrund eines Landes -
möglichst nahe.
Kurzsynopsis
Kurdistan
ist uns viel mehr aus Schlagzeilen von
Menschen auf der Flucht bekannt. Das freie
Leben für die Menschen Kurdistans ist
nicht gewährleistet. Kurden kämpfen für
den Traum Freiheit. Sie haben in ihrer
unendlich weiten Landschaft keinen eigenen
Staat.
Cemal
Miran, Student einer renommierten
Universität in Ankara, schliesst sich der
demokratischen kurdischen Bewegung an. Er
wird nach dem Militärputsch im September
1980 verhaftet und auf massivste Art
gefoltert. Das Militärgericht verurteilt
ihn zum Tode. Gegen die Schikanen im Gefängnis
wehrt er sich in einem vierzigtägigen
Hungerstreiks, in dessen Folge er ins Koma
fällt. Er erwacht als behinderter Mensch
mit Kleinhirnschwund.
1989
hebt ein der Kassationsshof die
Todesstrafe auf und Cemal wird
freigelassen. Mit Hilfe der UNHCR flieht
er 1993 in die Schweiz.
Ein
Film über die Folgen der Folter,
Hungerstreiks und die Verarbeitung danach
im Exil
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